Wenn Du dich fühlst als ob dein Geist wie ein herrenloser, wilder Affe nur noch laut artikulierend und ungezähmt schreiend durch deinen Kopf springt. Sich von einem Thema zum nächsten schwingt, in schwindelerregender Höhe. Du gar nicht mehr recht folgen kannst und bei all dem Tarzan-Getue immer wieder wichtige Dinge vergisst. (Das muss ja nicht immer gleich das Kind im Kindergarten sein 😉 Es kann ja schon ungemein nerven, drei Mal ins gleiche Zimmer zurück zu kehren weil man auf dem Weg raus einfach nicht mehr weiss was man drin wollte…. )
Dann ist das ein sicheres Zeichen für a)Stress, b) immerwährende Stilldemenz und/oder c) ein schlechtes Organisations-System.

Und ich sage bewusst ein „schlechtes“ System, wobei ich vielmehr unpassend schreiben sollte. In keinem Fall aber hast Du dies schlecht umgesetzt. Denn unsere Systeme, sie müssen sich an uns und unseren Alltag anpassen, nicht umgekehrt. Sie müssen zu uns passen und dann müssen wir sie noch verständlich vermittelt bekommen. Wenn man sowieso schon im Alltag untergeht und nicht weiss wo einem der Kopf steht, hat man dafür meist keine Zeit, geschweige denn Nerv.

Also gibt es von mir heute 3 kurze Tipps welche dir Helfen, die Notbremse zu ziehen und wieder etwas mehr Ruhe in den Geist zu bekommen, samt Klarheit.

{Enthält Afiliiate Links gekennzeichnet mit *. Durch diese erhalte ich ein kleines Dankeschön bei Kauf, für dich bleibt alles gleich.}

Viele Wege führen nach R-Ommmmmm

Die meisten wissen welch magische Wirkung eine Ausmistaktion im zu Hause haben kann. Man meint man nimmt seinen Kleiderschrank in Angriff. Doch, sobald man all das Herausholen, Ausmisten, neu Sortieren und Klären hinter sich hat, passiert folgendes:

Der Moment in welchem man seinen geordneten Kleiderschrank erblickt, dieser gleicht oftmals mehr einem ganzheitlichen mini Mama-Nirvana-Aufatmen. Es gesellt sich zum reinen Anblick ein Gefühl der Klarheit, Motivation und Freude hinzu.

Es gibt eine Wechselwirkung zwischen unserer Umgebung, dem Aussen und dem Inneren. Solch eine Organisations-Aktion im zu Hause zieht oft einen positiven Impuls für das Innenleben mit sich. Auf einmal hat man wieder die Motivation, dass nächste Projekt anzugehen. Weiss, wie man ein Problem lösen kann. Geht geduldiger mit Kind & Kegel um. Was auch immer deine „Baustelle“ ist. Man kann sie von Aussen und von Innen angehen.

Heute möchte ich also drei Tipps teilen, wie Du das Innere-Ausmisten beginnen kannst, um dem Hamsterrad an gestressten Gedanken zu entfliehen. Dieses wird sich positiv auf dein Innenleben und das Hause auswirken

Schritt 1: Braindumping

Schütte dein Hirn aus. Also bildlich. Denn: bevor du deine Gedanken sortieren und ordentlich aufräumen kannst musst du genauso wie zu Hause auch, erst einmal alles raus holen.

Nehme dir dazu ein grosses Blatt Papier und erlaube Dir alles aus deinen Gedächtnisschränken heraus zu kramen. Es mag genauso wüst aussehen wie der riesige Klamottenhaufen auf dem Bett beim KonMari*. Das darf sein. Schreibe alles auf was dich grade beschäftigt. Alles woran Du denken musst. Alles was Du noch machen solltest. Alles was Du noch machen wolltest. All die Probleme, zu welchen Du händeringend nach Lösungen suchst. Auch die Träume, welche sich nicht mehr zu zeigen wagen. Du hast verschiedenste Zettel und digitale Listen? Erlaube dir alles zusammen zu tragen auf ein (im Notfall sehr grosses) Blatt.
Puhhh das ist viel… irgendwann beginnt es sich zu wiederholen? Gut, dann hast Du es erstmal!

Schritt 2: Prüfen und Sortieren

Jetzt ist es ganz so wie beim Marie Kondo*. Du nimmst jeden Gedanken „in die Hand“ im Geiste und fragst dich: bringst Du mir Freude? Wenn nicht: bist Du wirklich notwendig? Im Zweifel: was würde passieren, wenn ich dich nie weiterverfolgen würde in meinem Leben?
Und zu guter letzt fragst Du dich bei jedem Gedanken: kann/will ich dich delegieren?

Dann sortierst Du deine Gedanken entsprechend in drei „Container“, drei Spalten oder Blätter:
1.Bringt mir Freude – Möchte ich machen
2.Ist wirklich notwendig – Sollte ich machen
3.Wird delegiert und/oder automatisiert

Die erste Liste sollte deine wahren Prioritäten beinhalten. Falls dem noch nicht so ist, dann ist es deine Priorität, darauf hin zu arbeiten.

Die zweite Liste beinhaltet Dinge welche nicht unbedingt Freude bereiten kurzfristig (zB Buchhaltung) aber auf lange Sicht sehr viel Sinn machen.

Die dritte Spalte enthält meist hauptsächlich Dinge, welche Du aus der zweiten Liste verschieben kannst. Sei hier grosszügig und finde kreative Wege zu delegieren und zu automatisieren. Grade als Mütter haben wir hier oftmals großes Potenzial.

Dann schaue deine Blätter an… Gibt es etwas was Du grade machst, was aber in keine der Seiten wirklich passt? Vielleicht darf es ja doch gehen…?

Schritt 3: Neu einräumen & Planen

Nachdem Du nun also alle Gedanken herausgeholt hast, sie in den Händen gehalten hast und gruppiert hast kommt der letzte Schritt: sortiere sie wieder ein.

Nehme deinen Planer, dein Bullet Journal*, deinen Google Kalender, dein Trello Board*, deine PostIt Sammlung zur Hand und konzentriere dich vorerst auf die erste Liste.

Filtere die drei wichtigsten Prioritäten heraus und überlege welche konkreten Schritte Du tun kannst, um diese weiter zu verfolgen und zu nähren.

Greife zur zweiten Liste und plane die Sachen welche „sein sollten“. Bleibe hier so reduziert wie machbar.

Dann nehme dir deine dritte Liste vor: plane/leite erste Schritte ein. Dies kann bedeuten, dass Du dir Gespräche einträgst die kommende Woche zwecks Kooperation oder dir Zeit einplanst um Automatisierungen aufzusetzen. Hauptsache diese Liste leert sich ebenso.

Lohnt sich der Aufwand?

Dies mag sich nach viel Arbeit anhören und ja es braucht Zeit. Doch die geistige Entspannung und Klarheit lohnt sich allemal! Du wirst im Anschluss mit viel mehr Ausrichtung und Absicht agieren und dadurch wieder soviel mehr Zeit und Nerven sparen.

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Herzliche Grüsse sendet
Melanie mit dem schlafenden Einhorn in der Trage

PS: Im Mitgliederbereich der Mama Natürlich Community findest Du diese PDF mit Spickzettel sowie ein Worksheet zum Prozess & weiterführenden Buchempfehlungen für die Wissbegierigen.