Grade eben war es noch schön ordentlich und auf scheinbar magische Weise, versinkt deine Wohnung wieder in Unordnung? Wo ist dein aufgeräumtes zu Hause nur hin?

Wenn Du das Phänomen kennst, könnten die folgenden Tipps dir helfen. 

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Ich liebe es, wenn mein zu Hause aufgeräumt und ordentlich ist. Diese Klarheit im Aussen, überträgt sich ins Innere. Es bleibt ein Gefühl von mehr Ordnung und Einfachheit, was bei mir zum Aufatmen führt. 

Es ist ebenso wunderbar, sich mit Ausmisten, Konmari und Minimalismus zu beschäftigen. Doch ohne dauerhafte Ordnung zu Hause, bleibt all die Anstrengung ein kurzweiliges Vergnügen. Zu kurzweilig für so viel Arbeit, wie ich finde. Umso wichtiger also Wege zu finden, damit es dauerhaft so ordentlich bleibt.

1. Alles braucht seinen Platz

Die Dinge brauchen ihren Platz! Diesen zu finden, fällt oft durch radikales Ausmisten und Aufräumen leichter. In diesem Punkt stimme ich Frau Kondo zu. Wenn Du einmal Grund reingebracht hast, ein Bereich nach dem anderen, wird „Ordnung halten“ leichter. Sobald Du dann wirklich weisst, wo was hingehört, ist es viel einfacher, die Sachen immer wieder an „ihren Platz“ zurück zu bringen = aufzuräumen.

Nicht immer haben wir die Zeit und Muße, solch größere Aufräumaktionen anzugehen. Auch wenn es sich so sehr lohnen würde. Trotzdem möchte man nicht im Chaos untergehen. Vielleicht gefällt dir bis dahin diese Notlösung

Verstaue so viel wie möglich in (bereits vorhandenen) Körbe/Schalen aller Größen und Formen. Haben die ganzen Spielzeuge der Kinder noch keinen Platz, packe sie erstmal in große, offene Boxen und Körbe. Die ganzen Zettel und Briefe, welche Du in Sichtweite behalten möchtest, um ja nichts zu vergessen? Vielleicht tut es ja ein Ablagefach? Die ganzen (Lego)Steine? Ab in Boxen oder den Stoffbeutel. Packe zusammen was zusammen gehört, so dass so viele freie Flächen wie möglich entstehen.  Beachte aber hierbei gerne, „Gleiches zu Gleichem“ zu gesellen. Das gibt mehr Übersicht.

2. Was braucht es wirklich?

Ausmisten und Minimalismus geschieht nicht nur bei einer großen Hauruckaktion, sondern ist vielmehr eine Gewohnheit. Auch wenn man meist mit einer Grundreinigung beginnt, so ist es viel wichtiger, auf Dauer wirklich bewusst „dran zu bleiben“. 

Frage dich doch einfach direkt während Du die Sachen nutzt: brauche ich es wirklich? Habe ich alternativen? Wie viele? Brauche ich alle? Ist es intakt und macht es Freude es zu nutzen/sehen/anzuziehen…. 

Auch wenn dies eher auf Alltagsgegenstände und Kleidung zutrifft, es hilft sich bewusst zu machen, was man überhaupt wirklich zur Hand nimmt und ruft in Erinnerung, was noch alles rumfliegt. Fällt dir dann auf: oh ich habe dann wohl doch drei Topflappen zu viel, sind in der Regel die zwei welche nicht so geliebt werden, schnell aussortiert. 

Dies als Gewohnheit im Alltag hilft, ganz nebenbei, täglich ausmisten.

3. Darf es zu mir nach Hause?

Dehne die Frage aus und frage dich, noch bevor etwas bei dir zu Hause zur Tür reingelassen wird: brauche ich das wirklich? Hat es seinen Sinn/Nutzen/Platz? Ist es eine Bereicherung? Oder fühlt es sich jetzt schon nach unnötigem Ballast an? Muss das sein?

Manches muss sein, auch wenn es nichts heiß geliebtes ist. Rechnungen zB. Aber auch diese können direkt ihren „Platz“ bekommen. Sei es in der Ablage oder in deiner ToDo List. Dazu nun mehr.

4. 2 Minuten Regel für Post und Inbox

Vielen ist Getting Things Done von David Allen ein Begriff. Ein Besteller und ausgetüfteltes System im Selbst/Zeitmanagement. Vor vielen Jahren ist es mir über den Weg gelaufen und einiges ist zur zweiten Natur geworden. Eine wunderbare Regel von ihm, welche dabei hilft Post und Inbox auf 0 zu halten, ist seine „2 Minuten Regel“:

Alles was weniger als zwei Minuten deiner Zeit erfordert, kann direkt erledigt werden. Alles andere, wird in die ToDo Liste verlegt.

So vermeidest Du unnötiges aufstapeln von Briefen und das doppelt und dreifache „anfassen“ von Emails und Co. Alles wird direkt von dir gesichtet. Dann kannst Du dich sofort „darum kümmern“, indem Du es entweder gleich erledigst (wenn es voraussichtlich weniger als 2 Minuten dauert). Oder aber Du sorgst dafür, dass Du später daran erinnert wirst, in Form eines ToDo’s Eintrages, welchen Du gleich vornimmst. Das Dokument/die Email kommt bis dahin, in die entsprechende Ablage.

Erledige es gleich! 2 Minuten Regel extended

Die 2 Minuten Regel könnte man wunderbar ausweiten: das Bett morgens machen? Dauert weniger als zwei Minuten, mach es gleich, noch bevor Du überhaupt das Schlafzimmer verlässt. Grade nach Hause gekommen mit einem Stapel neuer Sachen? Räume sie gleich auf, noch bevor sie liegen bleiben. Vor dem Abendessen haben die Kinder noch gespielt und das Puzzle quer über den Wohnzimmerteppich samt Couch verteilt? Kurz einsammeln, noch bevor es Essen gibt. Geschirr wird gleich nach dem Essen gespült oder weggeräumt, etc. 

Mütter haben manchmal auch keine „2 Minuten“ um mal eben schnell was zu erledigen, da das schreiende Kind auf dem Arm immer Priorität hat 😉 Trotzdem wird es eine schöne Richtung und Tendenz auch schon in das Leben als Baby Mama bringen. Oftmals klappt es eben doch und umso weniger bleibt liegen.

5. „Was Du heute kannst besorgen,…

das verschiebe nicht auf Morgen“. Oft gehört, meist genervt reagiert, trotzdem was dran. 😉

Ich habe mir zur Gewohnheit gemacht alles, nach Möglichkeit gleich nach Benutzung, wieder an seinen Platz zu bringen. Auch wenn ich dabei manchmal zu übereifrig bin und die Sachen nochmal raushole 😀 

In der Regel, bleibt so die Wohnung immer aufgeräumt. Beachte aber auch hier, dass Du dir keine unnötigen Wege machst, sondern beispielsweise die Spielsachen dann „gebündelt“ ins Kinderzimmer bringst, wenn Du sowieso in die Richtung gehst. 10.000 Schritte sind zwar Minimum am Tag, aber die muss man ja nicht  beim Aufräumen zurück legen 😉 

6. Abendroutine, auch für die Wohnung

Sollte doch mal über den Tag was liegen bleiben oder hattest Du noch keinen klaren Moment um dir bewusst zu werden, wo das Ding denn nun hin soll, könnte folgendes helfen:

Gewöhne dir an Abends, wenn alle im Bett sind, nochmals schnell durch die Wohnung zu gehen und die „Heimatlosen“ einzusammeln. Eine kleine Abendroutine, welche einen Morgens freudvoller aufstehen lässt.

Mit meiner Tochter bringe ich nach Benutzung übrigens auch immer wieder alles „in sein Bettchen“, damit sich die Spielzeuge etc auch erholen können. (Und meine Nerven 😉 ) 

Gerne nehme ich mir dann noch die Zeit, alles für den nächsten Tag vorzubereiten. Aber dazu mehr in der Serie zum Miracle Morning

Was hilft dir?

Mich würde interessieren zu erfahren, was dir dabei hilft, dein zu Hause ordentlich und aufgeräumt zu halten!

Viel Klarheit und Durchblick wünscht dir,

Melanie

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