Denkt man an Selbstdisziplin, denkt man nicht als erstes an Freiheit. So erging es mir zumindest.

Mir kamen da eher Bilder der Geißelung und des Verzichts.“Augen zu und durch“ hätte ich eher damit verknüpft.

Dachte ich an Freiheit, dachte ich hingegen an ein völlig offenes, freies, flexibles, glückliches Gefühl. Wer möchte das nicht? 

Also nahm ich eine ganze Weile Abstand von Strukturen, Abstand von Disziplin. (Jedenfalls was mein eigenes Leben anging) Die Tatsache, dass ich für viele Jahre in einem großen Seminarhaus tätig war, wo ich mit vielen Gleichgesinnten arbeitete und lebte, erleichterte dieses Streben nach absolutem In-Flow-Living sehr. Auch in den spirituellen Kreisen, in welchen ich durch meine Yogalehrertätigkeit und beratende Arbeit tätig war, war dies ein sehr erstrebenswertes Ziel: immer InTune, hiess immer „im Flow“.

So folgte ich also meiner intuitiven Spürnase nach Schritt und Tritt. Vor allem im privaten, denn ein Arbeitgeber gibt natürlich starke Strukturen vor. Meinen Drang nach Planung und Ordnung lebte ich anderweitig aus. Teils versuchte ich gar, ihn zu verdrängen, um doch endlich mal dieses „spontane Glück“ im Leben auszukosten. 

Doch auf die Dauer, führte dies zu Schwammigkeit. Mein Leben „verwischte“ und wurde unscharf! Ich hatte meinen Fokus nicht mehr gestellt. Werte und Überzeugungen waren präsent. Trotzdem fehlte die Schärfe im Gesamtbild. Ich konnte noch nicht mal genau fassen was es war das fehlte. Aber ich wusste, dieser dunstige Zustand ist kein Dauerzustand. 

Das Leben neu Ordnen

Spätestens durch meine Tochter erlebte ich, welche Wohltat es für uns Menschen ist, mit Rhythmen, Strukturen und Routinen zu leben. Nicht nur das sie darin aufblühte zu wissen was kommt, es schenkte ihr auch enorme Sicherheit in dieser Welt. Mit der Zeit merkte ich, wie gut mir selbst dies doch tut. Also erlaubte ich mir nach und nach, wieder meinen Planungs-, Strukturierungs- und Ordnungsdran ganzheitlich auszuleben. 

Anstatt dies also nur auf Haushalt und Co anzuwenden, erlaubte ich mir nun wieder ganz einzutauchen. Dies bedeutete vor allem, mein Mompreneur sein einzuschliessen. 

Weg mit der Angst vor Planung

Es gab diese leise Angst, dass noch mehr Selbstdisziplin, Planung und Struktur, zu noch mehr Stress führen könnte. Würde ich dieses durchorganisierte Leben ebenso auf  mein Biz anwenden, würde ich dann noch mehr Druck erleben? Doch das Gegenteil war der Fall und natürlich ist es offensichtlich, dass grade bei einem Business klare Strukturen und Planung gefragt ist 🙂 Selbstredend…. aber erzähl das mal einer alleinerziehenden rund-um-die-Uhr Mama, welche das Biz rockt, wenn das Kind schläft.

Doch es war klar: Damit bekomme ich mein Leben wieder in die Hand! Nachdem es mir scheinbar im ersten Babyjahr völlig entglitten war privat. (Was im ersten Babyjahr aber völlig normal ist 😉 ) 

Also begann ich, mich dem Berg zu stellen. 

Vom Großen ins Kleine

Ich begann mit dem großen Bild und arbeitet mich langsam voran. Der erste Schritt war, mir Zeit zu nehmen, um mich zu organisieren. Mir zu erlauben Zeit (von der es mehr als wenig gab) abzuknapsen um zu Planen und zu Organisieren, ist mir nicht leicht gefallen. Strukturen aufzusetzen, dauert am Anfang. Sich einen Überblick zu verschaffen braucht seinen Raum. Aber ich wusste, hier liegt der Schlüssel und es lohnt sich. Also nahm ich sie mir und blieb dran.

Nachdem ich einen Überblick hatte, arbeitete ich mich in jedem Bereich langsam ins Kleine hinunter. Setzte Systeme auf und Automation. Brachte Ordnung in Gedanken und Gefühle und fand zu meiner Planung. Dies war nicht an einem Tag erledigt. Es ist eher ein System, welches ich tagtäglich feintune. Denn es soll keine Starrheit sein, sondern Halt geben und Klarheit.

Vertraue deinen natürlichen Bedürfnissen!

Es war mir immer ein Bedürfnis, organisiert zu leben. Planen macht einfach Spass! Ich habe auch immer geplant und organisiert gelebt. 

Der springende Punkt war, dies auf ein neues Level zu heben, bzw dies zu erlauben. Denn dem Leben einen Schritt voraus zu sein, war der Schlüssel!

Sei deinem Leben einen Schritt voraus!

Die Planung nicht den Umständen anzupassen und von morgens bis abends nur zu reagieren, war Key. Ich habe in der Miracle Morning Serie und dem Workbook davon erzählt, was für einen riesen Unterscheid es macht, ob ich als Mutter von Morgens an nur reagiere oder agiere.

Einen wirklichen Überblick und Tiefblick in mein Leben zu haben und bewusst zu entscheiden, wo was wann wieviel Raum bekommt, gab mir wieder meine Handlungsfreiheit und Kraft zurück. Selber die Entscheidung zu treffen und zwar bewusst abwägend und Prioritäten und Ziele im Blick habend macht den Unterschied. Es ist einfach etwas anderes, ob man gefühlt durchs Leben stolpert, nur auf die Bedürfnisse und Anforderungen reagierend oder es selber in die Hand nimmt. 

Wie im letzten Artikel zum effektiven Zeitmanagement für busy Mamas erwähnt, ist es essentiell, sich seiner Prioritäten im Klaren zu sein und diese bewusst zu wählen. Damit das Leben sich nicht einfach nur selber lebt. Sondern DU dein Leben lebst!

Durch Klarheit zur Freiheit

Diese Klarheit erlaubt Durchblick! Durchblick bedeutet, wirklich wählen zu können auf allen Ebenen, da man „Plan hat“. Plan haben bedeutet für mich, mich frei entfalten und bewegen zu können in meinem Leben, anstatt nur „gelebt zu werden“. 

Freiheit bedeutet zu agieren, anstatt nur zu reagieren!

Der anfängliche Aufwand lohnt sich allemal!

Was hält dich davon ab, selbstdiszipliniert klare Strukturen und Planung in deinem Leben umzusetzen? 

Ich freue mich von dir zu hören!

Deine Melanie

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